Funkgeräte der Deutschen Wehrmacht

    Technik und Restaurierung

 

    Wolfgang-D. Schröer (DL7HZ)


        Stand: 7. Juli 2010 (1)

 

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Köln E 52

Torn.E.b

Mw.E.c

 Funk-Fernlenkung

Torn.E.b 2

Luft-Boden-Einheitsempfänger E 52 "Köln"

 

Der «Köln» E 52-a/b - Spitzenempfänger der Deutschen Wehrmacht - mit einem Frequenzbereich von 1.5...25 MHz, der sagenhaften optisch projizierenden Skala und dem in der Bandbreite kontinuierlich abstimmbaren Doppelquarzfilter gehört zu den technisch fortschrittlichsten Geräten seiner Zeit. Der Kurzwellenempfänger wurde in (geschätzten) 2500 Exemplaren gebaut, nur verhältnismäßig wenige davon haben den II. Weltkrieg überdauert. Sie wurden dann in Ermangelung anderer Gerätschaft von Dienststellen des Küstenfunks, der Post (Funküberwachung), der Nachrichten- und Pressedienste genutzt. Eher selten sind sie in unverändertem Gebrauchszustand belassen worden, etwa wie das oben gezeigte Gerät. Häufiger wurden Frontplatte und Gehäuse durch Neulackierung - oft mit Hammerschlaglack - 'entmilitarisiert'. Später sind etliche dieser Geräte nach ihrer Ausmusterung in die Hände von Funkamateuren oder Sammlern gelangt und von ersteren in ihren Stationen verwendet, von letzteren mehr oder weniger kompetent restauriert worden. Wahrscheinlich deshalb gibt es kaum noch ein Gerät, von dem man sagen kann, es sei im 100%igen Originalzustand.

 

Bei wohl fast allen der noch verbliebenen Geräte hat die Zeit an Bauelementen ihre Spuren hinterlassen: Die Kappen von Widerständen sind gerissen, Kabelbäume versprödet, Kontakte verschmutzt. Hier kann die Restaurierung ansetzen, wenngleich es heute außerordentlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein dürfte, Originalteile zu beschaffen. Was die äußere und innere Restaurierung anbetrifft, so haben von Sengbusch und Wintzer in zwei Publikationen hervorragende Hilfen an die Hand gegeben, die allerdings nur noch über Werner Gierlach (verstorben), DL6VW dl6vw@darc.de in Kopie zu erhalten sind (das Archiv wird vom Sohn Werner Gierlachs weitergeführt).

 

Aus technischer Sicht ist der E 52 so einmalig, daß ein breiterer Kreis von Interessenten sich mit ihm beschäftigt. Insbesondere für sie ist diese Publikation zusammengestellt worden. Details der ungewöhnlich hochentwickelten Mechanik und Schaltungstechnik bringt erst die detaillierte Analyse der Besonderheiten ans Tageslicht; sie fehlte bislang... 

 

In our publication you will find an abstract of the original handbooks (Air-Force L.Dv. 702/1/1943) with interesting technical data followed by extended revised wiring diagrams, containing more detailed information than the original ones. Up to now, a diagram analysis was never presented in detail, you may read it together with related  fundamentals. Last but not least, we describe sophisticated hints for restoring this highly interesting military device. More than 300 coloured pictures illustrating that outstanding receiver in detail...

The CD-Version contains 2 volumes.

 

Was Sie in der Publikation finden...

Zunächst ein ausführliches Kapitel, das sich mit den historischen Hintergründen, die zur Entwicklung dieses exzeptionellen Empfängers geführt haben, beschäftigt. Viele interessante Einzelheiten dazu werden beschrieben und illustriert.

 

 

Beispiel für einen Schaltungsauszug mit Potentialzahlen

und Bauteile-Dimensionierung

 

 

Es folgen Auszüge aus Originalunterlagen für den Köln E 52a und E 52b, allerdings beschränkt auf die notwendigsten, vielleicht nicht jedem verfügbaren Informationen zu den Technischen Daten und zum mechanischen Aufbau.

Anhand großformatiger, farbiger und sorgfältig beschrifteter Abbildungen wird gezeigt, wie man das Hauptchassis vom Gehäuse befreit und eine erste Orientierung im Gerät gewinnt. Der Selbstbau eines Spezialschlüssels zum Lösen der Drehknöpfe ist sicherlich ebenfalls hilfreich…

 

 

Eingangswiderstand der 5 Bereiche eines Köln E 52

(nach Rohde & Schwarz)

 

 

Ohne präzise Kenntnis der Antennen, die von der „Technischen Abteilung der Luftwaffe“ für den «Köln» empfohlen worden sind, kann man raffinierte Details der Eingangsschaltung des «Köln» kaum verstehen.

Dabei werden erstmalig anhand von Modellierungen mit EZNEC, einem Simulationsprogramm,  wichtige Antennenparameter wie VSWR über den gesamten Empfangsbereich, vertikale Abstrahlwinkel und räumliches Strahlungsdiagramm durch Bilder veranschaulicht. Ein Meßprotokoll zu den Eingangswiderständen des Köln gehört zu den anderweitig nicht zu findenden Darstellungen (Rohde & Schwarz; Bild unten).
Sehr ausführliche Darstellung der unterschiedlichen Eingangsschaltungen von E 52a und E 52b runden das Bild ab.

 

Der Besprechung der Stufen des «Köln», ihres Aufbaus und ihrer Funktionsweise, liegen die Originaltexte aus den einschlägigen Bedienungs- und Schulungshandbüchern zugrunde. Unterstützt werden sie durch Schaltungsauszüge, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat:

Sie enthalten nämlich nicht nur die Bauteilebezeichnungen und die in Kopien der Originale oft nicht mehr lesbaren Potentialnummern, sondern auch Bauteile-Dimensionierung und farbig angelegte und deshalb gut unterscheidbare Bezeichnungen aller Einzelteile.

Zu jeder Stufenbeschreibung gehörte ein umfangreicher Bildteil, in dem die Baugruppen von allen Seiten, teilweise auch in perspektivischer Ansicht gezeigt werden. Die Abbildungen sind gut beschriftet, teils im Bild selbst, teils in der Legende. Besondere konstruktive Merkmale werden dabei in stark vergrößerten Detailaufnahmen gezeigt und durch informative Texte erläutert.

 

Oszillator-Schwingkreise der Bereiche III-V

 

Ein 'high light', und in dieser Form wohl noch nie dargestellt, ist eine umfangreiche Schaltungsanalyse, in der entwicklungstechnische Besonderheiten erläutert und mit theoretischen Darstellungen untermauert werden. Graphiken, Kennlinien und Detailschaltbilder illustrieren die Ausführungen.

Den Abschluß bilden Restaurierungshinweise, die sich im wesentlichen mit der äußeren Wiederherstellung und dem Auswechseln defekter Bauteile beschäftigen (das Bild unten zeigt links den 'entmilitarisierten' Anlieferungszustand einer Beleuchtungseinheit, in der Mitte den vom Hammerschlaglack befreiten Rohzustand und rechts das Ergebnis der Restaurierung). Beschriftung von Frontplatte und Beleuchtungseinheit sind heikel. Geeignete und nicht geeignete Verfahrensweisen werden dargestellt und illustriert.

Selbstverständlich ist ein umfangreiches Literaturverzeichnis beigefügt.

 

 

Ein Beispiel gelungener Restaurierung:

Links: hammerschlaglackierte, 'entmilitarisierte' Beleuchtungseinheit.

Mitte: vom Lack befreite Beleuchtungseinheit im Rohzustand.

Rechts: restaurierter Lampenträger mit Matscheibe.

 

 

Was Sie nicht finden…

All’ das, was schon im v. Sengbusch-Wintzer steht! Meine Ausarbeitung ist kein Konkurrenz-Unternehmen, sie versteht sich als Ergänzung zu diesen hochinteressanten Veröffentlichungen. Besonders geeignet ist sie für jene, die sich für historische deutsche Funktechnik interessieren und mehr über das hochentwickelte technische Design des E 52 erfahren möchten!

 

Inhalt

 

Vorwort  

 

1. Einführung - Historischer Rückblick

2. Aus den Handbüchern

                        «Köln» E 52a

                                   Allgemeiner Teil:     

                                  Verwendung  

                       Technischer Teil:

                                               Technische Zahlenangaben 

                                               Äußerer Aufbau  

                         «Köln» E 52b

                        Allgemeines:

                                   Verwendungszweck  

                                   Übersicht über die verschiedenen Ausführungsformen  

                                   Arbeitsweise  

                                   Technische Angaben  

                                   Liste der Geräte und Zubehörteile  

                        Beschreibung:

                                   Mechanischer Aufbau  

 3. Orientierung im Gerät –

                                    Topographie des «Innenlebens» eines Köln E 52 

             4. Empfohlene Antennen für den Köln E 52 

             5. Antennen-Eingangsschaltungen  

             6. Der I. HF-Vorverstärker

                                   Die Schaltung  

                                   Bildteil / I. HF-Vorverstärker 

                                               Die Verstärker-Baugruppe  

                                               Die Schwingkreis-Baugruppe  

             7. Die II. HF-Vorstufe

                                   Die Schaltung  

                                   Bildteil / II. HF-Vorverstärker  

             8. Der I. Überlagerer und die Mischstufe

                                   Die Schaltung  

                                   Bildteil / Oszillator-Mischer-Baugruppe 

9. Die ZF-Verstärker-Baugruppe

                                   Die Schaltung  

                                   Bildteil / Zwischenfrequenz-Baugruppe  

           10. Die Demodulator-Baugruppe

                                   Die Schaltung  

                                   Bildteil / Demodulator-Baugruppe  

           11. Die NF-Baugruppe

                                   die Schaltung  

                                   Bildteil / NF-Baugruppe  

           12. Die Netzteil-Baugruppe

                                   Schaltung  

                                   Bildteil / Netzteil-Baugruppe  

13. Schaltungsdetails – Konzeptionen und Konstruktionen  

                                  Vergleich technischer Daten im Verlauf der Entwicklung  

                                  Der Antenneneingang  

                                  Die Hochfrequenzbaugruppe  

                                  Die Oszillator- und Mischer-Baugruppe  

                                  Die ZF-Baugruppe  

                                             Das ZF-Eingangsbandfilter  

                                             Das Doppelquarzfilter  

                                  Die Demodulator-Baugruppe  

                                  Das Netzgerät  

             14. Restaurierungshinweise

                                  Gedanken zur Restaurierung  

                                  Die Ausgangssituation  

                                  Auswechseln von Widerständen  

                                  Säubern von Kontakten  

                                             Kelchfedern in den Röhrenfassungen  

                                             Auflage- und Buchsen-Innenkontakte  

                                             Kontakte der Drucktaster  

                                             Relaiskontakte  

                                  Prüfung typischer Widerstands- und Spannungswerte  

             15. Verschönerungsmaßnahmen

                                  Restaurierung der Frontplatte  

                                             Abschleifen der alten Lackierung  

                                             Vorbereitungen für die neue Lackierung  

                                             Lackieren  

                                             Auslegen der Schriftzüge  

                                             Ersetzen des Skalenfensters  

                                  Wiederherstellung der Beleuchtungseinheit  

             16. Restaurierung von Baugruppen

                                  Als Beispiel: I. HF-Vorverstärker-Baugruppe  

 

            Quellenverzeichnis

 

Die Neuauflage mit der Versionsnummer 5.0 wurde sorgfältig überarbeitet,

Fehler und Ungenauigkeiten getilgt, Bildmaterial ersetzt und durch neues ergänzt.

 

Wichtiger aber sind die neu aufgenommenen Inhalte:

- Wiederherstellung der Beleuchtungseinheit,

- Umbau der Beleuchtungseinheit auf weiße LED's (Leuchtdioden),

- Säuberung und Scharfeinstellung der Projektionseinrichtung,

- Auswechseln einer defekten Skalen-Glasscheibe,

- Meßwerte und div. Charts zum Eingangsteil und zum Doppelquarzfilter.

 

Der Umfang der Publikation hat dadurch erheblich zugenommen,

Anhänge und Themenerweiterungen

mußten in einen Ergänzungsband 'ausgelagert' werden.

 

              

           

Preise

 

Die Herstellung kleiner Auflagen ist – Sie werden das wissen -

stets aufwändig und daher unvermeidlich kostspielig. 

Ich werde deshalb meine Publikationen in ausgedruckter Form

nur noch in Ausnahmefällen

und dann zu einem Preis anbieten, der wenigstens die Herstellungskosten deckt.

 

Wem die Preise zu hoch erscheinen, mag sich im Copy-shop nach den Kosten

für eine Druckseite in Farbe erkundigen (hier mindestens 0.40 Euro bei Mengenauftrag).

Die vier Farbtoner-Kartuschen meines Laserdruckers kosten 400 Euro,

die großformatigen Bilder ‚schlucken’ reichlich Farbe. Ein Ausdruck dauert bis zu 2 Stunden!

 

Beschreibung

Art.-Nr.

Preis

Nur noch in Ausnahmefällen (bitte per E-Mail anfragen):

Köln E 52: Aufbau, Schaltung, Restaurierung: Farb-Laser-Ausdruck, 222 Seiten DIN A4, mehr als 250, zumeist farbige Abb., Ringbindung oder professionelle Klebebindung

(bei Bestellung bitte angeben)

(Versand im geschützten Umschlag per Buchsendung)

Köln Vers. 7.8/200

 

60 Euro + Porto/Verp.

(D = 2.50Euro; EU 4.- Euro)

Nur noch in Ausnahmefällen (bitte per E-Mail anfragen):

Ergänzungsband mit Bildatlas der Baugruppen des E 52 b, originalen Abgleichanweisungen, Originaltexten relevanter Köln-Patente und den Inhalten  des Buches:

Köln E 52 - Vorläufer und Nachklänge (s.u.);

ca. 200 Seiten mit 165 meist farbigen Abbildungen;

Ring- oder Klebebindung nach Wahl

 

Köln Vers. 7.8/100

55 Euro +

Porto/Verp.

(D = 2.50€;

EU 4.- Euro)

Köln E 52, CD im PDF-Format, sie enthält beide Publikationen, also auch den Ergänzungsband, Version 8.0

 

Köln Vers. 7.8/200-CD

25 Euro +

Porto/Verp.

(D = 1.50 €)

 

 

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(e-mail)

 

 

Als interessante Ergänzung, Teil des Ergänzungsbandes:

 

Köln E 52

Vorläufer und 'Nachklänge'

Anmerkungen zum 'Überleben' historischer Empfänger-Konzeptionen

 

Stark erweiterte 2. Auflage

(ca. 90 Seiten DIN A4, ca. 110 meist farbige Abbildungen)

 

Die Publikation beschäftigt sich im wesentlichen mit Elementen der Köln-Technologie, die vor allem in der Sowjetunion, den sog. "Warschauer-Pakt-Staaten", aber auch in Deutschland, nach dem II. Weltkrieg in weiterentwickelter Form in der Empfänger- und Sender-Technik Fortbestand hatten.

 

An einem besonders eindrucksvollen Beispiel wird gezeigt, daß vor allem die sowjetischen Großempfänger R-251 (Bild unten rechts)und R-310 eine größere Zahl von Köln-eigenen Merkmalen aufweisen, die z.T. als unmittelbare Nachbauten anzusehen sind.

Das gilt besonders für die optisch projizierenden Skalen dieser Geräte.

Sie nahmen ihren Ausgangspunkt nicht so sehr bei den frühen, lediglich Stationsnamen vergrößert anzeigenden zivilen Rundfunkempfängern des Sachsenwerks in Radeberg, sondern bei militärischen Vorläufern des E 52, z.B. dem Flugsicherungsempfänger Spez. 801 Gr der Firma Telefunken (1937) oder deutlicher beim direkten Vorgänger des Köln, dem Marine-Großsuper T 9 K39 "Main" des gleichen Herstellers (Bild oben links).

Ein weiteres interessantes Detail ist das 1936 von Kautter und Janssen entwickelte, kontinuierlich durchstimmbare Doppelquarzfilter. Seine Spuren lassen sich vom Köln über sowjetische Empfänger bis hin zum E 127 Kw/4 (Telefunken) aus der zweiten Hälfte der 50er Jahre, jetzt als optimiertes Filter mit vier schaltbaren Bandbreiten, verfolgen.

 

Ein weiteres Sonderkapitel beschäftigt sich mit dem bei "Main" und "Köln" eingesetzten Verfahren der optischen Skalendehnung zur Verbesserung der Ablesegenauigkeit, referiert an Hand für diesen Zweck hergestellten Bildmaterials aber auch die Vorläufer und 'Nachfahren' dieser äußerst erfolgreichen Projektionsmehtode.

 

 

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