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Tornister-Empfänger «Berta»
Neuauflage
Restaurierung und Inbetriebnahme
Tips & Tricks
Band II
5.,
stark erweiterte
Auflage (Juni 2009)
jetzt
230 Seiten DIN A4,
230
farbige Abbildungen
24 Schaltungen,
viele Tabellen
CD im
ADOBE-PDF-Format, nur noch ausnahmsweise als
Ausdruck
mit Ring-
oder Klebebindung nach Wahl
Neu:
Jetzt im DIN A4-Format; Bilder von einem unveränderten 'Referenzgerät'
aus 1937
als Restaurierungs-Referenz,
Zubehörtornister-Versionen und deren Restaurierung,
Nachbauanleitung der Anodenbatterie mit
Schnittmustern;
funktionsfähiger 2 B 38 mit Akku und Inverter;
Bauanleitungen für Stromversorgungsgeräte
und vieles mehr...


Beschreibung:
Die angebotene Publikation
informiert in einer Schritt-für-Schritt-Anweisung über die vor jeglicher
Restaurierung erforderlichen Demontage des Gerätes und dazu
erforderliches Werkzeug, über elektrische und
mechanische Wiederherstellungsarbeiten an beschädigten oder nicht mehr
funktionsfähigen Bauteilen (vor allem an aufgequollenen
Becher- und nicht mehr toleranzhaltigen Rollkondensatoren), über Wartungsarbeiten an Lagern und
Zahngetrieben, über Erneuerung verkratzter Skalen und Skalenscheiben und
schließlich über den Zusammenbau und das Austesten des Empfängers (siehe
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe unten).
Restaurierter
Tornister-Empfänger "Berta"
Restored receiver
Selbstverständlich wird in
ausführlicher Form die Lackierung der oft durch ungeeignete
Restaurierungsmethoden (Pinsellackierung) arg in Mitleidenschaft
gezogenen Frontplatte beschrieben und dafür viele erprobte Tips und
Bezugsquellen für die erforderlichen Speziallacke in Sprühdosen
gegeben.
Bei Befolgen der angegebenen
Maßnahmen steht dem Restaurator schließlich ein funktionsfähiges, erstaunlich leistungsfähiges Empfangsgerät zur Verfügung.
Das Ergebnis solcher Bemühungen
ist im Bild (oben links) wiedergegeben. Rechts oben das Bild eines vollständigen Tornister-Empfängers "Berta" mit
Batterie-Halbtornister, Wechselrichter und Akku, darüber das
Kopfhörerfach.
Weitere Kapitel informieren
über die originale Stromversorgung des Torn.E.b aus Anodenbatterie, 2
Volt- und 12 Volt-Sammlern (Ew.b; Ew.c und Ew. c1) und
Selbstbaunetzgeräte unterschiedlicher Auslegung.
Teil der Broschüre ist jetzt
auch die (überarbeitete), im Text unveränderte Prüfvorschrift und
Abgleichanweisung für den Spez. 976 Bs (Torn.E.b)
The
offered publication contains step-by-step information
about
-
total
disassembly of the receiver, unavoidable before any serious restoration,
- electrical and mechanical re-establishment of damaged and no
longer properly working parts, above all swollen (wet) cup-condensers,
-
maintenance of ball bearings and gearwheels,
-
renewal of scuffed
scales and dial-sheets
and finally
(new)
-
re-assembly and final test procedures (see table of contents)
Of
course, inappropriate brush-varnishing of the front panel by
inexperienced ‘restorers’ often led to an ugly, unappealing outfit,
which should be corrected. For that purpose, you will find a whole bunch of
detailed and tested hints and kinks and - additionally - sources of
supply for the necessary special lacquers in aerosol-tins.
Following the proposed methods, an amazingly well performing receiver will be
reward to the restorer. The result of such efforts is shown in the upper
left picture.
Inhalt
Vorbemerkungen
/ Danksagung
1. Vorüberlegungen zur Restaurierung
2. Werkzeuge für die Restaurierung (neu)
3.
Beispiel einer desolaten Ausgangssituation
4.
Aufbau und technische Daten des Torn.E. b
(z.T. neu, mit Bildern eines
Referenzgerätes)
5. Demontage der Baugruppen – Freilegen der Frontplatte
Bebilderte
Schritt-für-Schritt-Demontageanleitung (neu)
Entfernen der Drehknöpfe
Bezeichnungsschilder und
Skalenrahmen
Verschraubungen von
Bedienungselementen
Schritt-für-Schritt-Demontage der Baugruppen
Probleme beim Lösen von
Schrauben und der Revolverachse
6. Inspektion und Reparatur mechanischer Bauelemente
Auswechseln der Antriebsachse des
Drehkondensators
Restaurierung der Skala für die
Feinabstimmung
Rückkopplungsfeintrieb
Kontrolle der Schalter in der
NF-Baugruppe
Schmieren und Ölen der Getriebe
Behandlung von Kontakten
Entrosten
7.
HF-Teil: Demontage der Teilbaugruppen (für ganz Mutige)
(Neu!)
Zerlegungsschritte
Festgefressener
Rückkopplungsantrieb
Totalsanierung der
HF-Baugruppe
8. Inspektion und Restaurierung elektronischer Bauteile
Sollwertprüfung
elektronischer Bauteile
Widerstände
Kondensatoren
Drosselspulen
Durchgangsprüfung von
Tonsiebdrossel und Ausgangstransformator
Prüfung der
Röhrenemission
9. Schönheitsreparaturen
Restaurieren der
Frontplatte
Nachlackierung von
Gußwannen, Abschirmblechen und Revolver
Lackieren von
Schraubenköpfen
Hinweise zur Rekonstruktion von Skalenfenstern
Gedanken zur
Restaurierung des Gehäuses
Gehäusebeschriftung
Reinigung verschmutzter
Keramikteile
10. Schrittweiser Zusammenbau des Gerätes
11.
Originale Stromversorgung
(neu)
Heizspannungs-Sammler
Anodenbatterie
Wechselrichter (2 Volt)
Wechselrichter (12 Volt)
Verkabelung des Zubehörtornisters
12.
Restaurierung des Zubehörtornisters
(neu)
Verkabelungstypen
Bestandskontrolle, Ausbeulen des Zubehörtornisters
Säubern des Gehäuses und Entfernen der Altlackierung
Einbau der Kabelhalterungen
Herstellung der Kabel-Durchführungsscheiben
Sammler-Distanzblock
Batteriehalter-Palette mit Beriemung
13. Funktionsfähige, fast
originale Stromversorgung
Nachbau der Anodenbatterie
Heizspannungssammler
14.
Selbstbau eines Spannungsversorgungsgerätes
Anodenspannungsteil
Heizspannungsteil
Einhaltung der Sollspannungen
(neu)
Anodenspannungsteil NT5
mit Hochvolt-Linearregler
Alternative
Netzteilschaltung
15. Anhänge
Abweichende Bauteilewerte
von der «Teilliste»
Spannungsmessungen an
restaurierten Geräten
Kontrollmessungen an den Röhrenfassungen
(neu)
16.
Prüfvorschrift und Abgleichanweisung 976 Bs (Torn.E.b)
I. Technische Daten
II.
Schaltung
III.
Mechanischer Aufbau
IV.
Prüfvorschrift
V.
Abgleichanweisung
17.
Nachträge:
(neu)
Hoffnungslose Fälle;
zerfallende Zinkgußteile
Geschweißte Bauteileverbindungen
18. Anhang
(neu)
Schwingkreisdaten
Begriffsklärungen und Informationen
19. Ergänzungen
(z.T. neu)
Frontplatten- und Gehäuselackierung: Farben
Gehäusebeschriftung
Lösen der Schrauben von Drehknöpfen
Ausbohren abgerissener Schrauben
Umkalibrieren eines handelsüblichen Meßinstruments
Verhinderung zu starken Farbauftrages bei Eichtabellenrähmchen
Gangbarmachen festsitzender Trimmerkondensatoren
Testen eines Torn.E.b auf defekte Kondensatoren
20. Quellen
21.
Schaltungen (Großformate)
(neu)
22.
Kopiervorlagen 1:1
(neu)
Anodenbatterie
Beladeplan
Vergilbtes Skalenblatt
Leseprobe
Anmerkung:
In der
Publikation ist jeder Schritt mit einem oder mehreren Farbbildern
illustriert, die hier aus Gründen des Umfanges nicht wiedergegeben
werden. Die beigefügten Bilder dienen als Beispiele und
demonstrieren die Qualität der Dokumentation.
9.
Schrittweiser Zusammenbau des Gerätes
Wie die Demontage
so muß auch der Zusammenbau des Torn.E. b in festgelegter Reihenfolge
erfolgen, weil etliche Teile andere überdecken und deshalb später nicht
mehr eingebaut werden können.
Schritt 1:
Die auf beiden
Seiten lackierte und ausgehärtete Frontplatte wird zunächst beschildert,
alle Skalenfenster mit ihren Rähmchen sind zu verschrauben (Abb.
49). Wichtig! Es muß sichergestellt sein, daß keine Schraube über
die Fläche der Frontplatten-Rückseite hinausragt!!!

Schritt 2:
An den
Antennenanschluß wird ein gelber, an den Gegengewicht-Anschluß
ein schwarzer Draht (Litze) 0.8 mm ø angelötet (Abb. 50).
Detailaufnahme
des Feinabstimmungs-Antriebes
Fine tuning system
(a)
Friktionsscheiben (b) Skalenscheibe
(c) Lagerbock
mit Lagerbuchse (d) Skalenachse
mit Spannfeder
für die Friktionsscheiben a
Schritt 3:
Die starre
Achse des Spulenrevolvers wird in die Lagerbuchse der Frontplatte
eingesetzt und auf der Vorderseite verschraubt (M6) (Abb. 50 und 51). Es
kann sinnvoll sein, auf den ‚Boden’ der Lagerbuchse eine dünne
Papierscheibe zu legen und dadurch den winzigen Abstand der
Bereichsskalen zur Frontplatte geringfügig zu vergrößern. Das verhindert
später deren Beschädigung der Bereichsskala. Diese Maßnahme darf
indessen nur äußerst sparsam angewendet werden, weil andernfalls die
Revolverkontakte nicht mehr mit den Kontaktfedern des HF-Teils fluchten.
Schritt 4:
Der
Spulenrevolver wird auf die Achse gesteckt und mit der rückseitigen
M4-Schraube fixiert, dabei Lage des Paßstiftes der Achse beachten! (Abb.
50). Abstand zwischen Frontplatte und Grobskala kontrollieren!
Vorheriges
Schmieren der Achse nicht vergessen! Die Trommel ist jetzt noch frei
drehbar. Das erleichtert die flächendeckende Versorgung des
Nockenrastwerks (Abb. 19) mit einer dünnen Schicht Getriebefett.
Schritt 5:
In diesem Aufbauzustand sollte die
aus geschichteten Stahlblättern bestehende, mit einer Rolle versehene
Blattfeder (Abb. 53, 54, 55) für das Nockenrastwerk des Spulenrevolvers
montiert werden. Sie wird zunächst am linken Haltebock verschraubt, ohne
daß die Schlitzhalterung am rechten Lagerbock schon befestigt wäre. Nach
Rasten der Federrolle kann man die Schlitzhalterung rechts mit zwei
M3-Schrauben fixieren.
Schritt 6:
Der von der
Gegengewicht-Buchse (G) kommende schwarze Draht wird mit der Lötöse
verbunden, die zuvor unter einer M3-Schraube am linken Teil der
Blattfeder befestigt wurde (Abb. 56). Damit liegt Massepotential
(Gegengewicht der Antenne) direkt an der Spulentrommel.
Schritt 7:
Erst jetzt kann
der Einbau des Antennen-Anpaßtrimmers erfolgen, seine
Keramikplatte liegt hinter der Grobskala! Die flache Kante zeigt
zur Frontplatten-Oberseite (Abb. 57).
Für das
Festziehen der frontalen Sechskantmutter bedient man sich am besten
eines passenden Steckschlüssels, das verhindert Beschädigung der oberen
Kante des Anpaß-Schildes. Ringschlüssel sind wenig geeignet,
Maulschlüssel noch weniger, und die Kombizange...Na ja!
Schritt 9:
Nach diesen ‚Vorarbeiten’ kann das
HF-Modul eingebaut werden. Das erfordert Umsicht! Zuerst löst man
die beiden seitlichen Schrauben der Schlitzblende für die Kontaktfedern,
hebelt sie aus den Paßstiften und fixiert sie in den Langlöchern so, daß
die Paßstifte in diesen zu liegen kommen (Abb. 58 unten). Das ist
unbedingt erforderlich, um weder die Kontaktfedern noch die Kontakte der
Spulentrommel zu verbiegen!
Jetzt kann die HF-Baugruppe angesetzt
werden (Abb. 60). Dazu müssen zwei dicke Paßstifte, die auf der
Stirnfläche der HF-Baugruppe liegen, in entsprechende Bohrungen der
Frontplatte bugsiert werden.
Liegen danach die Achsstummel für
Feinabstimmung und Rückkopplung frei in ihren Bohrungen, können die vier
frontseitig einzusetzenden M4-Linsenkopfschrauben in der HF-Baugruppe
festgezogen und diese damit unverrückbar fixiert werden.
Wenn man will, kann man schon jetzt
die Drehknöpfe aufsetzen und verschrauben und den einwandfreien Lauf der
Antriebe prüfen. Sie werden von einer in das Achsgewinde gedrehten
M2,5-Schraube beim Feintrieb und einer M2-Schraube beim
Rückkopplungsantrieb gehalten.
Es ist sinnvoll, bereits jetzt die
gelben Anschlußdrähte, die von den Kontaktfedern der 1. HF-Vorstufe
kommen (Position 34: antennenseitiger Anschluß und Verbindung zur
Kontaktfeder, Position 35 zum Gitter1 der HF-Vorstufe) und den gelben
Draht von der Antennenbuchse an die bezeichneten Positionen des
Drehkondensators anzulöten. Sie sind beim Drehen der Trommel dann nicht
mehr im Wege (Abb. 60).
Schritt 10:
Der Einbau des
Lautstärke-Potentiometers bereitet keine besonderen
Schwierigkeiten. Es ist lediglich darauf zu achten, daß die
‚Verdrehschutznase’ in die Aussparung der Führungshülse der Frontplatte
gedreht wird. Seine Anschlußfahnen weisen dann in Richtung auf die
Aussparung für das Meßinstrument (Abb. 61). Das Festziehen der
Sechskantmutter zur Befestigung des Potentiometers erfolgt mit Hilfe
eines passenden Steckschlüssels.
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Schritt 11:
Es folgt das Verlegen des
Verbindungskabels zwischen HF- und NF-Baugruppe. Zuerst wird
der Kabelbaum über die beiden Kabelschellen, die über eine
M3-Gewindebohrung verfügen, mit dem Frontplattenrand verschraubt
(Abb. 62).
Danach kann die Lötösenleiste
der HF-Baugruppe mit den farbig gekennzeichneten Anschlußdrähten
des HF-Teils und des Kabelbaums belegt werden. Die Lötösen sind
mit den Potentialzahlen 47 (schwarz), 7 (blau), 3 (grün) und 9
(rot) bezeichnet (Abb. 62).
Auf der anderen Seite des
Kabelbaums liegen die farbigen Drähte
auf den selben Potentialnummern.

Kabelbaum zwischen HF- und NF-Baugruppe
Cable
harness between RF and AF-section
Schritt 12:
Der Einbau des
Stromversorgungssteckers ist unverwechselbar. Die
Fernhörer-Doppelbuchse wird so eingesetzt, daß die
Potentialzahlen (51) zur Geräteunterseite zeigen. Falls die
Anschlußdrähte beider bei der Demontage entfernt wurden, werden
jetzt entsprechend farbige und hinreichend lange Drahtstücken
zur Verbindung mit der 8poligen Lötösenleiste (Abb. 63)
angelötet. Später ist das aus Platzgründen nur noch mit extremer
Fingerakrobatik möglich.
Schritt 13
Erst jetzt wird die bisher
noch am Kabelbaum zum HF-Teil hängende, bewegliche
Lötösenleiste an beiden Seiten verschraubt: an ihrer linken
Seite am dafür vorgesehenen Gewinde der Schlitzhalterung für die
Blattfeder des Revolver-Rastwerks, rechts unter Einfügung des
dafür vorgesehenen Haltewinkels und einer Lötöse für den
Masseanschluß (Abb. 63).

Schritt 14:
Der Einbau des
Meßinstruments erfolgt mit drei M3x15-Schrauben und einer
M3x20 Schraube, die auch als Massepunkt verwendet wird. Sie wird
– von der Rückseite des Instruments aus betrachtet – unten oder
oben rechts eingesetzt. Um guten Kontakt zur Frontplatte
herzustellen, sollte der Lack unter der Mutter kreisförmig
entfernt und eine Zahnscheibe untergelegt werden. Die Mutter
wird gekontert und darüber eine Lötöse zum Anschluß der
Masseleitungen von Lautstärkeregler und Meßinstrument
vorgesehen (Abb. 65).
Schritt 15:
Vom Lautstärkeregler und vom
Meßinstrument müssen insgesamt drei Verbindungsleitungen zur
Lötösenleiste verlegt werden (Abb. 64 und 65). Es sind die
Zuführungen zum Meßinstrument, also für Anoden- und
Heizspannung (Pot.-Nr. 3 und 7), die dritte Leitung dient der
Zuführung des Schleiferanschlusses des Lautstärkereglers (Pot.-Nr.
47).
'Gealtertes', restauriertes Skalenblatt
artificially aged dial
Es ist sinnvoll – sofern die
Originaldrähte ersetzt werden müssen – dünne farbige
Litzen oder Drähte zu verwenden, was die spätere
Schaltungs-kontrolle wesentlich erleichtert. Für ihren festen
Sitz in den Frontplattennischen sind vier kleine Schellen
vorgesehen (Abb. 64).
Schritt 16:
Sind diese Vorbereitungen
getroffen, kann die NF-Baugruppe angesetzt werden (Abb.
66). An ihrer Stirnseite besitzt sie zwei dicke Paßstifte, die
in Bohrungen der Frontplatte einrasten müssen. Man sieht jetzt
auch, ob die Verschaltung des Steckers für die
Spannungsversorgung und der Fernhörerbuchsen so erfolgt ist,
daß die z.T. sehr starren Originaldrähte den Einbau nicht
behindern. Ist alles in Ordnung, kann das Modul mit den fünf
M4-Linsenkopfschrauben von der Frontplatte her fixiert werden.
Schritt 17:
Jetzt kann die «Spinne»,
die in ihrer Mitte die Aufnahme für den Spulenrevolver enthält,
ohne zu verkanten aufgesetzt, in die Paßstifte gedrückt und
anschließend mit vier M4-Zylinderkopfschrauben befestigt werden
(Abb. 66). Die Trommel hat erst jetzt festen unverrückbaren
Sitz. Bei ihrem Durchschalten kann die Skalenscheibe nun nicht
mehr beschädigt werden.
Nicht vergessen, den Draht,
der durch die Spinne führt, an den entsprechenden Stellen zu
verlöten bzw. zu verschrauben! Links ist das der isolierte
Stützpunkt, an dem ein Ende der Drossel (59) befestigt ist,
rechts, auf der Rückseite des NF-Moduls, die mit der
Potentialnummer 25 bezeichnete Schraube (Pfeile in Abb. 66).
Schritt 18:
Der Anschluß der
Verbindungsleitungen des NF-Teils, die an der schrägen Seite
der Baugruppe austreten, ist etwas für Hebammenfinger. Sie sind
wegen der Enge und wegen ihrer Storrheit schwer unterzubringen
(Abb. 67). Es hat sich bewährt, die unnötig dicken Verbindungen
durch dünnere gleichfarbige Litzen zu ersetzen.
Die restliche Verschaltung
gestaltet sich unproblematischt:
Die beiden Lötösenleisten
stehen sich mit ihren Lötfahnen mit korrespondierenden
Potentialnummern direkt gegenüber, so daß sie über kurze
Drahtbrücken miteinander verbunden werden können. Verwechslung
der Leitungen ist dadurch ausgeschlossen. Lediglich beim
Anschluß der von der Frontplatte kommenden Drähte des
Stromversorgungssteckers und der Fernhörerbuchse ist besondere
Sorgfalt vonnöten. Letztere sollte bereits vor dem Einbau der
NF-Baugruppe auf Position 51 der unteren Lötösenleiste gelegt
werden. Später ist dies aus Platzgründen nur noch sehr schwer
möglich.
Schritt 19:
Es folgt die Überprüfung
der gesamten Verschaltung, vor allem das Durchmessen aller
Verbindungen, die bei der Demontage getrennt werden mußten. Um
Verwechslungen vorzubeugen, sollte der richtige Anschluß der
Heiz- und Anodenleitungen kontrolliert werden. Fehler an dieser
Stelle kosten inzwischen teuer gewordene Röhren!
Besondere Aufmerksamkeit
sollte dem äußerst engen Raum zwischen Frontplatte und den
beiden Lötösenleisten gewidmet werden (Abb. 62). Hier treffen
sich Kabelbäume aus HF- und NF-Teil, die Leitungen von
Potentiometer und Meßinstrument mit den Zuleitungen vom
Spannungsversorgungsstecker und von den Fernhörerbuchsen.
Das ‚Mißgeschick’ einer
Lötöse, die unbemerkt Kontakt mit einem Chassisteil aufnimmt,
kann zu tagelanger Suche nach dem Fehler führen. Beim Verfasser
so geschehen mit der Lötfahne 51 der oberen Lötösenleiste, die
zwar nicht perfekte, aber doch hinreichende Verbindung mit der
schrägen Unterseite des NF-Moduls hatte. Stellte man das Gerät
auf die Seite, war gelegentlich - aber keineswegs immer -
Lautsprecherlautstärke zu verzeichnen, sonst reichte die
(teil-kurzgeschlossene) NF nur für Kopfhörerempfang.
Schritt 20:
Bevor die Röhren eingesetzt
werden lohnt sich die Reinigung der Fassungs- und
Sockelkontakte mit Fettlöser oder einem Glashaarstift.
Abgebrochene Glashaare mit Pinsel entfernen! Anschließend können
alle Kontaktflächen hauchdünn mit Ballistol benetzt werden. Das
bietet langanhaltenden Schutz gegen Oxidation oder Sulfidierung
(Schwärzung) der versilberten Oberfläche!
Schritt 21:
Der Augenblick der Wahrheit
ist gekommen!
Spannungen anlegen
(Einschalter auf Aus), Antenne anstecken, ein paar Meter Draht
reichen dafür vollkommen, und Fernhörer oder Lautsprecher
(hochohmig! Ca. 4000 Ω) einstöpseln. Trommel in Bereich 1,
Feintrieb nahe 100. Einschalten! Es sollte am Tage der sehr
stark einfallende Deutschlandfunk hörbar sein. Ebenso gut kann
man Bereich 8 einstellen, der das 40m-Band erfaßt; hier finden
sich am Tage und in der Nacht stets hinreichend starke Signale.
Beim Durchdrehen des
Antennen-Anpaßtrimmers wird ein Lautstärkemaximum erkennbar.
Nun den
Rückkopplungsdrehkondensator langsam nach rechts drehen. Auf
einer senderfreien Stelle der Skala wird jetzt der
Rückkopplungseinsatz hörbar, der auf einem stark einfallenden
Sender beim elektrisch einwandfreien Gerät so weich einsetzt,
daß er kaum wahrnehmbar ist. Wenn das so ist, kann die
Restaurierung als gelungen angesehen werden. Setzt
hingegen die Rückkopplung hart ein oder pfeift sie auch ohne
Signal, und stimmen Einsatz- und Aussetzpunkt nicht überein, ist
bei der Erneuerung der Kondensatoren oder beim Überprüfen der
Widerstände und Drosseln geschlampt worden.
Preise:
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Beschreibung |
Art.-Nr. |
Preis |
|
Nur noch in Ausnahmefällen als Ausdruck lieferbar (bitte
anfragen!)
Version 4.0, jetzt
ca. 215 Seiten DIN A4, 250 farbige Abbildungen, viele
Schaltungen,
Beladeplan,
Batterie-Vorlage und Skalenblatt im Format 1:1;
Versand im gefütterten Umschlag als Büchersendung |
Torn.E.b Vers. 4.0
(printout) |
60.- Euro +
Porto u. Verp. innerhalb D
2,50 Euro |
|
Tornister-Empfänger "Berta",
Vers. 4.0, wie oben, aber
auf CD im ADOBE-PDF-Format;
zusätzliche Dateien:
Kopien
der
Original-Handbücher

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Torn.E.b Vers. 4.0 + weitere Files/CD |
25.- Euro +
Porto/Verp.
(D =
1.50€) |
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